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Von den Räterepubliken zu Hitler, Mussolini, Horthy, Franco!
Ungarn, Spanien und Deutschland nach dem 1. Weltkrieg bieten
ungefähr das gleiche Bild. Die alte Ordnung war zerstört, oder war von selbst
schon so bröckelig gewesen, dass sie einfach zusammengebrochen war. Viele
Herrschende fühlten sich wieder von einer französischen Revolution bedroht.
Der Schrecken saß ihnen noch immer in den Knochen. Obwohl Napoleon selbst für
spätere Generationen nicht unbedingt ein Vorbild war, hatte er sich doch zum
Kaiser krönen lassen, und auch Revolutionäre, wie Danton oder Robespierre,
die dann selbst ihrem eigenen Terror zum Opfer fielen, eigentlich nur Chaos
hinterlassen hatten, war der Funke des Freiheitswillens im Volk entfacht.
Leute, wie Engels, die die Geschichte neu interpretieren wollten, Marx, der
die Wirtschaft anders erklärte (Adam Smith hatte sowieso keiner gelesen.),
Verdi in Italien, sein Name war auch die Abkürzung für „Viva el rey de
Italia“, Baudelaire mit seiner neuen Art der Dichtung, Manet mit nackten
Frauen auf seinen Bildern, die Liste ist fast unendlich. Sie alle wollten
eine Neuverteilung der Kosten des Lebens. Und mit den katastrophalen,
wirtschaftlichen Folgen des 1. Weltkrieges hatten sich die führenden Klassen
einfach selbst ins Bein geschossen. Überall war die Idee, dass sich der
kleine Mann zusammentun müsse, zur Notwendigkeit geworden, das Vertrauen in
Kaiser und König war zerstört. Der erste Weltkrieg hatte ein Umkrempeln
gebracht, die man eigentlich 1816 mit der Restauration hatte verhindern
wollen. Neue Wirtschaftsverhältnisse und Globalisation machten neue
Gesellschaftsstrukturen nötig. Aber was weder die alten herrschenden Klassen,
noch neue Revolutionäre wirklich verstanden hatten, war die Bedeutung des
freien Handels, der freien Marktwirtschaft. Die alten verstanden es nicht,
weil sie die Wirtschaft kontrollieren wollten, und die neuen Revolutionäre
verstanden es nicht, weil sie Gleichgerechtigkeit mit Gleichheit
verwechselten. Aber Freiheit ist genau die Möglichkeit in einer freien
Umgebung Ungleichheiten aufgrund von Fähigkeiten zur Geltung bringen zu
können, um mit Hilfe des dabei entstanden Überflusses versteckten neuen
Vorstellungen Raum zu verschaffen. Stattdessen versuchten alle Kräfte hinter
sich zu sammeln, um ein nationales Ziel zu verfolgen. Im aufkeimenden
Faschismus sah man die Waffe den von den herrschenden Klassen gefürchteten
Kommunismus zu bekämpfen und grub sich dabei sein eigenes Grab. Wieder einmal
ließ sich das Volk an der Nase herumführen und wählte statt eines Lebens in
kultureller Erfüllung eines in nationaler, chauvinistischer Einschläferung.
Nicht der Faschismus hat den Kommunismus aufgehalten, sondern der Kommunismus
musste mit den herrschenden Klassen einen Kompromiss im modernen Liberalismus
finden. Wenn beide, die oben und die unten, ein bisschen aufeinander
Rücksicht nähmen, dann könnte das Projekt einer gleichberechtigten
Weltgesellschaft funktionieren, in der der Einzelne akzeptiert und gefördert
wird und so jeder seinen Teil zu Gemeinschaft beitragen kann / in der jeder
Einzelne durch seine Individualität seinen Teil zur Gemeinschaft beitragen
kann.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Dienstag, 17. Februar 2015
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